Einen kühlen Kopf bewahren

Das Börsenjahr 2018 hat zu einer Ernüchterung auf breiter Front geführt. Der Aufschwung der globalen Aktienmärkte im Börsenjahr 2018 begann vielversprechend, nur um sehr bald von diversen politischen Situationen unterbrochen zu werden.

Die Performance für das Geschäftsjahr 2018
Der Stiftungsrat der Swisscanto Flex Sammelstiftung hat an seiner Sitzung vom 17. Januar 2019 beschlossen, auch dieses Jahr eine Rückstellung von 0,70% der Anlagepools Flex20, Flex30 und Flex40 zugunsten der Gesamtstiftung zu entnehmen. Ursache hierfür ist, dass die Rentnerkasse in eine Unterdeckung fallen wird. Weitere Massnahmen wurden vorerst nicht beschlossen. Dieser Abzug erhöht die negative Performance per 31. Dezember 2018 wie folgt:

Für das Produkt Flex kollektiv wurde vom Stiftungsrat die Verzinsung der Sparkapitalien mit 1.00% (BVG- Mindestzins) zulasten des Deckungsgrades beschlossen. Für das Produkt Flex individuell wird die Verzinsung von den einzelnen Vorsorgekommissionen unter Berücksichtigung der finanziellen Lage bestimmt.

Rückblick
Das vierte Quartal sorgte bei vielen Marktteilnehmern für Erschütterung. Die Zahlen sehen tatsächlich tiefrot aus, insbesondere nach den herausragenden Gewinnen im Jahr 2017: Schweizer Aktien verloren 2018 – 8,6%, der Weltaktienmarkt verbiligte sich um rund –8,7%. Aktien aus den Schwellenländern konnten sich von den Verwerfungen Mitte des Jahres nicht mehr erholen und beenden das Jahr als Schlusslicht (– 14,6% in USD).

Auch das Umfeld für festverzinsliche Anlagen entpuppte sich als uneinheitlich. Ausländische Staatsanleihen konnten zwar in Lokalwährung zulegen. Aufgrund der hohen Absicherungskosten resultiert aber eine Minusperformance von rund – 1,5%. Anleihen der Schweizer Eidgenossenschaft legten um 0,4% zu, dies wurde aber durch die Unternehmensanleihen zunichtegemacht.

Rohöl, welches zu Beginn des Quartals noch zum Mehrjahreshoch von rund USD 85 pro Barrel gehandelt wurde, verlor danach innert kürzester Zeit über – 35% an Wert und schloss das Jahr ebenfalls im roten Bereich (– 19.5% in USD) ab.

Kommentar des Portfolio Managers
Nach dem fulminanten und wenig volatilen Vorjahr hatten wir herausfordernde Zeiten erwartet. Die Korrektur im Februar kam daher wenig überraschend. Die Aktienmärkte konnten sich danach zwar etwas erholen, Optimismus kam bei den Investoren allerdings nie auf.

Obwohl die Gewinne und Margen der Unternehmen kräftig wuchsen und die Konjunktur blühte, wurde die Stimmung dennoch durch den drohenden Handelskrieg und die Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank gedrückt. Als im Oktober die ersten Rezessionsängste aufkamen, brachen die Aktienmärkte global deutlich ein. Es resultierte das schwächste Quartal für Aktienanlagen seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008.

Ausblick
Die grössten Herausforderungen des vergangenen Jahres (Handelskonflikt, Italien und Brexit) dürften auch 2019 für Unsicherheit und Volatilität an den Finanzmärkten sorgen. Zudem erwarten wir, dass sich das globale Wirtschaftswachstum und das Gewinnwachstum der Firmen etwas abschwächen wird. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass die Weltwirtschaft und Unternehmensgewinne auch im Jahr 2019 weiterwachsen werden und die Finanzmärkte wieder positive, wenn auch moderate Renditen abwerfen dürften.