Wichtige Informationen zum Jahreswechsel

Rechtzeitig zum Jahreswechsel informieren wir Sie über die wichtigsten Neuerungen im Zusammenhang mit unserer Vorsorgeeinrichtung, der Swisscanto Flex Sammelstiftung, und der Sozialversicherungen im Allgemeinen.

Swisscanto Flex Sammelstiftung
Der Stiftungsrat hat beschlossen, für die Bewertung der Vorsorgeverpflichtung den technischen Zinssatz unverändert bei 2,25% zu belassen. Hingegen wurde entschieden, den Umwandlungssatz ab dem Jahr 2021 von 5,6% auf 5,4% zu senken.

Nachstehend finden Sie die in den kommenden Jahren geltenden Umwandlungssätze im Alter 65 für Männer und im Alter 64 für Frauen:

*Der BVG-Umwandlungssatz beträgt nach wie vor 6,8%, bezieht sich aber nur auf das sogenannte BVG-Minimalkapital. Bei umhüllenden Pensionskassen können tiefere Umwandlungssätze angewendet werden.

Weshalb werden die Umwandlungssätze stetig gesenkt? Die Zinsen an den Anlagemärkten bewegen sich seit Jahren um null Prozent. Der Zinsanstieg in der Schweiz lässt weiter auf sich warten. Aktuell ist auch die übrige Performance in einem eher kritischen Bereich. Zusätzlich sehen wir, dass die Lebenserwartung in der Schweiz stetig weiter steigt. Einerseits ist es selbstverständlich erstrebenswert, dass wir immer älter werden. Andererseits müssen die Renten in der Folge auch länger als ursprünglich geplant bezahlt werden. Und schliesslich ist eine anwartschaftliche Partnerrente für die Partner, die ebenfalls länger leben und zum Teil auch jünger sind als die ursprünglichen Rentenbezüger, mitversichert.

Das bedeutet unweigerlich, dass die tieferen Zinsen in Verbindung mit der höheren Lebenserwartung ohne Gegenmassnahmen zu einem Ungleichgewicht führen. Dieses Ungleichgewicht wird in der beruflichen Vorsorge oft mit dem Begriff «Umverteilung» umschrieben. Eine Anpassung des Umwandlungssatzes ist aus diesen Gründen notwendig. Um eine Reduktion der Altersrente zu vermeiden und das Leistungsniveau beizubehalten, besteht die Möglichkeit, mehr in die Vorsorge einzuzahlen. So haben die versicherten Personen beispielsweise die Möglichkeit, freiwillige Einkäufe zu tätigen, die bei den Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden vollumfänglich abzugsfähig sind.

Oder der Sparplan Ihrer Vorsorgelösung wird, mit dem Einverständnis des Arbeitgebers, durch eine Erhöhung der Spargutschriften verstärkt.

Anpassungen im Bereich der Sozialversicherungen allgemein
Mit dem BVG-Mindestzinssatz wird das Altersguthaben im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge mindestens verzinst. Dieser Mindestsatz wird jährlich vom Bundesrat auf Empfehlung der BVG-Kommission festgelegt. Wie bereits für die Jahre 2017 und 2018 hat der Bundesrat entschieden, den Mindestzinssatz für das Jahr 2019 bei 1,0% zu belassen. Die AHV-/IV-Renten werden per 1. Januar 2019 der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung angepasst. Die AHV-/IV-Minimalrente steigt um 10 Franken. Somit ändern sich die Eckwerte in der beruflichen Vorsorge wie nachfolgend dargestellt.

Je nachdem wie Ihr Vorsorgeplan ausgestaltet ist, werden die neuen Grenzwerte Auswirkungen auf Ihren Vorsorgeplan haben. Für weitere Informationen stehen Ihnen Ihre Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer gerne zur Verfügung.